Dachgeschoss im Sommer? So lässt sich’s aushalten!

Diejenigen, dessen Wohnung sich im Dachgeschoss befinden, haben jedes Jahr aufs Neue damit zu kämpfen: Die stauende Sommerhitze, die im Dachgeschoss nur schwierig entweichen kann.

Im Internet trifft man in den unterschiedlichsten Foren immer wieder auf Leute, die dort das gleiche Schicksal und somit auch einige Tipps zum Erleichtern des Sommers teilen. Wir stellen euch heute einige davon vor!

Abkühlen der Zimmer

1. Das korrekte Lüften
Bildquelle: Foto von Peter Herrmann via unsplash

Das Öffnen der Fenster schafft bekanntermaßen neue, frische Luft in den Raum und soll diesen abkühlen. Anders als in Erdgeschosswohnungen kann es im Dachgeschoss jedoch schnell mal nach hinten losgehen. Es gibt nämlich gewisse Dinge, die beachtet werden müssen, damit das Lüften auch ein Sinn macht und ein positives Ergebnis mit sich bringt.

Zum einen spielt die Wahl der Tageszeit hierbei eine wichtige Rolle. Es sollte nämlich darauf geachtet werden, dass die Sonne nicht direkt auf die Wohnung und Fenster knallt, wenn das Fenster geöffnet wird – also im besten Fall vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. 

Spannt man ein Fliegengitter vor die Fenster, bietet es sich sogar an, die Fenster die ganze Nacht über nicht zu schließen. Schlafzimmer auf der Nordseite der Wohnung haben den Vorteil, von der Sonne weitgehend verschont zu bleiben, da sie nicht in den Norden zieht.

2. Schutz vor Sonnenstrahlen durch Abdunkeln

Was der Hitze im Hochsommer außerdem super entgegenwirkt, ist das Abdunkeln der Räume am Tage. Die Sonnenstrahlen schießen nämlich durch die Fenster und erwärmen den Raum, weil die dadurch entstehende Wärme gestaut wird. Oftmals reicht es hierfür, die Fenster einfach mit Rollos oder Jalousien abzudecken.

Wer nicht im Besitz eines am Fenster angebrachten Sichtschutzes ist, kann diese dennoch einfach und wirksam mit einer Rettungsdecke (gehört zur Standardausrüstung eines Verbandskastens) – mit der silbernen Seite zur Sonne gerichtet – abdunkeln.

Andernfalls kann solch ein Lichtschutz auch ganz einfach selbst gebastelt werden: Einfach ein Stück Pappe oder Karton auf die Größe des zu bedeckenden Fensters zuschneiden und mit Alufolie bekleben. Dieses Konstrukt kann dann ganz leicht vor beziehungsweise auf die Fenster gehängt werden.

3. Den Raum effizient kühlen
Bildquelle: Foto von Call Me Fred via unsplash

Die einfachste Methode, einen Raum zu kühlen, ist die Benutzung einer Klimaanlage. Diese sind meistens aber nicht nur kostspielig, sondern verbrauchen zudem viel Strom, machen öfters Lärm und bewirken nicht selten sogar eine Erkältung. Wer sich gegen eine Klimaanlage entscheidet, kann sich nichtsdestotrotz gegen die Hitze schützen.

Ventilatoren in Kombination mit feuchten oder nassen Handtüchern können wahre Wunder bewirken. Hierzu können die nassen Tücher einfach vor den Ventilator gehängt werden; das Verteilen weiterer feuchter Handtücher im Raum soll den Effekt weiter verstärken. Außerdem schwören viele darauf, ein Gefäß mit Eis vor den Ventilator zu stellen, da die kalte Luft des Eises somit durch das Zimmer gewirbelt werden soll.

Abkühlen des Körpers

1. Verwendung von kaltem Wasser

Sicherlich ist das beim Dauerschwitzen häufig mit einer der ersten Gedanken: “Ich brauche kaltes Wasser!” Doch auch hierbei kann einiges falsch gemacht werden, wodurch sogar ein gegenteiliger Effekt erzielt werden könnte. Nimmt man eine Kaltwasserdusche, fühlt es sich im ersten Moment zwar extrem abkühlend an, jedoch dauert dieser Effekt meist nie lange an. Denn durch diesen “Kälteschock” ziehen sich die Poren des Körpers rasch zusammen. Dadurch kann die Wärme nicht gut genug entweichen und staut sich im Körper. Die Folge: Der Körper erwärmt sich erneut.

Möchte man dennoch kaltes Wasser zur Erfrischung benutzen, sollte man wie folgt vorgehen: Die Handgelenke oder den Wasserhahn halten. Denn an diesen Stellen Liegen die Arterie und die Vene nämlich direkt unter der Haut. Dies bedeutet, dass sich das Blut durch das kalte Wasser dort weitaus schneller abkühlen kann. Dieses wird dann durch den restlichen Körper transportiert, was eine allgemeine Abkühlung zur Folge an. Allerdings dauert dieser Effekt nicht länger als ein paar Minuten.

Eine weitere Methode ist es, ein Eisbad für die Füße vorzubereiten. Dazu füllt man ganz einfach eine Fußwanne mit etwas Wasser und Eiswürfeln auf. Hierbei tritt so ziemlich der gleiche Effekt wie bei den Handgelenken ein, welcher jedoch meiner persönlichen Erfahrung nach deutlich länger anhält.

2. Duschen mit lauwarmen Wasser
Bildquelle: Foto von kevin Baquerizo via unsplash

Eine lauwarme Dusche ist eine sehr gute Option, sich für eine Weile aus den Fängen der brühenden Sommerhitze zu befreien. Diese ist weitaus angenehmer als eine kalte Dusche und erzielt zudem ein positiveres Ergebnis: Das Wasser wirkt angenehm kühlend auf der Haut und der Körper kann sich auch im Nachhinein weiter abkühlen, da sich anders als beim kalten Wasser die Gefäße nicht verengen.


Werden diese Tipps erfolgreich umgesetzt und angewandt, steht dem Sommer nichts mehr im Wege. Die durchschnittliche Raumtemperatur einer Dachgeschosswohnung sinkt zwar nicht sofort, ist aber in ein paar Tagen durchaus möglich. 

Auf lange Sicht gesehen macht es also Sinn, etwas in Kürze gegen die Hitze zu unternehmen, sofern man ein baldiges Umziehen in eine andere Wohnung nicht direkt in Betracht zieht!