6 herbstliche Fakten

Langsam neigt sich die Sommerzeit dem Ende zu und der Herbst steht vor der Tür. Kürzere Tage, buntes Laub und nasskaltes Wetter sind die Dinge, die ihn kennzeichnen. Wir haben euch sechs interessante Fakten über den Herbst zusammengefasst!

Erkältungen entstehen nicht durch die Kälte des Herbstes

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Dass das nasskalte Wetter im Herbst eine Erkältung hervorruft, ist ein Mythos – zumindest indirekt. Denn es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl der Erkälteten und dem Temperaturabschwung. Dieser löst zwar nicht direkt eine Erkältung aus, doch aufgrund der niedrigen Temperaturen schwächt das Immunsystem ab, weshalb der Körper deutlich anfälliger für Bakterien und Viren ist und diese nur mühsam abwehren kann.

Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und erschweren die Durchblutung bestimmter Regionen im Körper. Dadurch haben die Schleimhäute größere Probleme, Krankheitserreger abzuwehren, wodurch diese über die Nase oder den Rachen leichter in den Körper gelangen.

Mehr Haarausfall im Herbst

Ist es Herbst, erhöht sich somit allmählich der Haarausfall. Vermutungen zufolge führt dies auf die Evolution zurück: Im Sommer wächst das Haar dicht zusammen, um die Kopfhaut vor einer zu hohen Sonneneinstrahlung zu schützen. Da die Sonne im Herbst jedoch deutlich weniger scheint, wird das dichte Haar nicht weiter benötigt. Hinzu kommt, dass die Haare zu den Körperstellen gehören, die am empfindlichsten auf Umweltveränderungen reagieren, wodurch diese ebenfalls ausfallen.

Die Hormonproduktion erhöht sich

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Durch das Abfallen der hohen Temperaturen erhöht sich die Hormonproduktion im menschlichen Körper, was dazu führt, dass somit auch die sexuelle Aktivität steigt. Infolgedessen werden im Herbst die meisten Kinder gezeugt – dies beweist die Tatsache, dass die meisten Kinder in Deutschland in den Monaten von Juli bis September geboren werden.

Kinder, die im Herbst geboren werden, besitzen oftmals ein überaus starkes Immunsystem. Das kommt, wenn die Mütter dieser Kinder in den letzten Schwangerschaftsmonaten im Frühling und Sommer sich vitaminreich von Obst, Gemüse, Beeren und verschiedenen Kräutern ernähren.

Die Zeitumstellung führt zu mehr Unfälle

Die Zeitumstellung löst bei vielen Menschen eine gewisse Unkonzentriertheit aus. Aus diesem Grund häufen sich die Zahlen der Unfälle auf den Straßen im Herbst. Ein weiterer Grund für die gehäuften Unfälle im Herbst durch die Zeitumstellung ist der Wechsel des Tagesrhythmus. Dadurch, dass die Straßen zeitverschoben befahren werden, kommt es öfter zu Aufeinandertreffen mit Wild auf der Fahrbahn. Deshalb kommen im Herbst vermehrt Wildunfälle zustande.

Das Abwerfen der Blätter zum Selbstschutz

Das Chlorophyll, das den Blättern die grüne Farbe im Sommer verleiht, wird von Bäumen für die Fotosynthese gebraucht, wodurch sie die benötigten Nährstoffe produzieren können. Wenn dann an den Herbsttagen die intensive, sommerliche Sonneneinstrahlung allmählich nachlässt, baut sich auch das Chlorophyll in den Blättern der Bäume ab. Das ist der Grund, weshalb die Blätter sich gelb, orange und rot verfärben.

Zwar können durch den Mangel an Chlorophyll keine neuen Nährstoffe gewonnen werden, jedoch haben die Bäume über die Sommertage hinweg genug gesammelt, um den Winter bis zum Frühling überstehen zu können. Dass die Blätter im Herbst abfallen, ist jedoch kein Zufall. Im Gegenteil, das Laub fällt nach und nach ab, damit am Baum selbst keine Schäden entstehen. Würden diese an den Ästen hängen bleiben, könnten durch die Flüssigkeit, die sich auf den Blättern am Tag ansammelt (im Sommer verdunstet sie im Laufe des Tages) Frostschäden an den Ästen verursachen, wenn diese einfriert.

Zudem könnte sich Schnee auf dem Laub ansammeln, wodurch Zweige und Äste durch das Gewicht abbrechen könnten. Und diese Schäden, die dabei entstehen würden, könnten nur sehr schwer oder gar nicht abheilen. Ein zusätzlicher Vorteil, den das fallende Laub bietet, ist die Laubdecke, die sich um den Baum verteilt. Diese bewahrt das Wurzelsystem eines Baumes ebenfalls vor Frostschäden.

Im antiken Griechenland glaubte man, dass die Götter für den Herbst sorgten

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Die antiken Griechen glaubten daran, dass der Herbst aktiv von den Göttern beeinflusst wird. So hieß es, dass der Herbstanfang das Zeichen dafür ist, dass die Göttin Persephone, die einst von Hades entführt und zur Frau genommen wurde, ihren Gemahl in der Unterwelt aufsucht, um dort eine Zeit lang zu verweilen. Ihre Mutter, Demeter, Göttin der Fruchtbarkeit, weint ihr in dieser Zeit nach und bewirkt, dass die Vegetation verblasst und schließlich stirbt. Und das so lange, bis ihre ersehnte Tochter im Frühjahr zurückkehrt.


Auch wenn der Herbst weit von den angenehmen Temperaturen des Sommers entfernt ist, beinhaltet er in Hinblick auf die Buntheit der Umgebung doch etwas Magisches. Er ist wahrlich eine Jahreszeit der Gemütlichkeit.