Die Olympischen Spiele – Entstehung und Entwicklung

Bekannterweise finden alle zwei Jahre die Olympischen Winter- und Sommerspiele abwechselnd statt. Mannschaften sowie Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt kommen zusammen, um gegeneinander um den Sieg zu kämpfen. Seit dem Ursprung hat sich die Tradition der Spiele jedoch ein wenig verändert.

Die Entstehung

Die Olympischen Spiele sind nach der alten griechischen Ortschaft “Olympia” benannt, in der die Sportwettkämpfe alle vier Jahre regelmäßig stattfanden. Da die Athleten schon damals aus weiten Ländern herreisen mussten und die Strecken in der Zeit zwischen 776 v. Chr. und 393 n. Chr. höchstens mit Pferden bewältigt werden konnten, wäre ein häufigeres Stattfinden der Sportwettkämpfe für die meisten zu aufwendig gewesen.

Zu den Spielen gehörten die vier Sportarten Kämpfen, Laufen, Springen und Werfen, die alle nur einem Zweck dienten: Der Ehrung der höchsten griechischen Gottheit “Zeus”. Die Teilnahme war ausschließlich Männern gewehrt; Frauen durften nicht einmal zuschauen.

Am Ende der sechstägigen Spiele wurden die Sieger mit einem Kranz aus Zweigen eines Olivenbaums geehrt. Sie nannte man damals “Olympioniken”, was heute als allgemeine Bezeichnung für einen Teilnehmer gilt.

Die Zeitspanne zwischen den Spielen – also die vier Jahre (damals: 49 bis 50 Monde) – bezeichnete man damals als “Olympiade”. Fälschlicherweise wird der Begriff heutzutage häufig für die Spiele an sich verwendet. 

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Die Entwicklung

Der französische Historiker Pierre de Coubertin kam 1894 auf die Idee, die Sportwettkämpfe wieder einzuführen. Sein Hintergrund bei diesem Einfall war recht simpel: Er glaubte, dass die internationalen Wettkämpfe die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den teilnehmenden Ländern verstärken würden. 

Aus diesem Grund gründete er mit Sportvertretern aus aller Welt das International Olympic Comittee (IOC), welches heutzutage mehr als 100 Mitglieder zu sich zählt. Eine der Aufgaben der Mitarbeiter besteht darin, den Ort der Spiele festzulegen.

Die ersten Spiele der Neuzeit fanden 1896 in der griechischen Hauptstadt Athen statt. Insgesamt wurden diese von mehr als 300.000 gespannten Zuschauern verfolgt. Ab 1900 durften dann auch endlich Frauen als Teilnehmerinnen der Spiele an den Wettkämpfen teilhaben. Anfänglich durften sie sich lediglich beim Tennis beweisen, was sich aber recht schnell änderte. 

Interessant ist ebenso, dass bis in die 1980er Jahre nur Athleten zugelassen waren, die ihren Sport nicht als Beruf ausübten. Heute ist das jedoch nicht mehr der Fall.

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Die Olympischen Spiele

Im Grunde genommen lässt sich zwischen zwei Arten von Spielen unterscheiden: Die Olympischen Sommer– und Winterspiele. Sie finden alle zwei Jahre im Wechsel statt. Im alten Griechenland gab es die Wintersport-Wettkämpfe nicht; sie fanden dort 1926 zum ersten Mal statt.

Es gibt jedoch noch weitere Arten: Die Paralympics sowie die Olympischen Jugendspiele für Sportlerinnen und Sportler zwischen 14 und 18 Jahren, welche 2010 eingeführt wurden. Bei den Paralympics treten Teilnehmer mit körperlichen Behinderungen gegeneinander an und messen sich um die Siegesmedaille.  

Die Olympischen Spiele, die anfangs lediglich zur Ehrung der höchsten griechischen Gottheit gedacht waren, entwickelten sich rasch zu einem internationalen Wettkampf auf sportlicher Ebene. 

Heutzutage sind es vor allem die Auszeichnungen, Ehrungen und der Drang, der Beste auf seinem Gebiet zu sein, wodurch die Olympioniken dazu bewegt werden, an den berühmten Spielen teilhaben zu wollen. Es ist doch immer wieder interessant mit anzusehen, wie sich Traditionen mit dem Verlauf der Zeit verändern!