8 außergewöhnliche Fakten über Island

Gletscher, Vulkane, Thermalquellen und Lavafelder. Die atemberaubende Natur Islands ist einer der Gründe, weshalb das Land in den letzten Jahren bei Reise-Fans immer beliebter wurde. Doch Island überrascht nicht nur mit einer schönen Landschaft oder den beliebten Polarlichtern, sondern hat noch viel mehr zu bieten. Heute stellen wir dir acht außergewöhnliche Fakten über Island vor, von denen du vor deiner Reise unbedingt gehört haben musst.

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1. Die Sprache hat sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert

Die isländische Sprache hat sich über ein Jahrtausend schriftlich kaum verändert, sodass alte Texte – zum Beispiel die sogenannten Island-Sagen – die vor über 1000 Jahren verfasst wurden, noch heute im Original gelesen werden können. Zum einen wird dies mit der isolierten Lage des Landes begründet. Zum anderen versuchen die Isländer bis heute, ihre Sprache von Fremdwörtern rein zu halten. Englische Wörter werden durch isländische Neuschöpfungen ersetzt. Computer heißt auf isländisch beispielsweise tölva – eine Zusammensetzung aus den isländischen Wörtern für Zahl und Wahrsagerin. Die Reinhaltung vermeidet Anglizismen und begrenzt den Sprachwandel bis heute.

2. Mütter lassen ihre Kinderwagen vor Cafés stehen

Und zwar mit den Kindern darin. Bei schönem Wetter ist es in Island keine Seltenheit, dass Mütter ihre Babys und Kleinkinder im Kinderwagen vor Cafés stehen lassen, während sie drinnen etwas essen oder trinken. Der Grund dafür: Sie können die Kinder von ihren Plätzen aus gut beobachten, ohne dass diese von den Geräuschen gestört werden. Gleichzeitig können die Kinder so die gute Luft Islands genießen. Außerdem zählt Island zu den sichersten Ländern der Welt und die Isländer empfinden den Respekt gegenüber den Mitmenschen als selbstverständlich, sodass sie sich weniger Sorgen um das Kind machen müssen als in anderen Ländern.

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3. Island hat eine Anti-Inzucht App

Da Island ein sehr kleines Land mit gerade einmal knapp 400.000 Einwohnern ist, besteht die Gefahr, durch Zufall einen entfernten Verwandten zu daten. Um dies zu vermeiden, wurde die App Islendinga erstellt, mit der im Vorfeld der Verwandtschaftsgrad von Personen überprüft werden kann und es am Ende nicht zu bösen Überraschungen kommt.

4. Die isländische Polizei trägt keine Waffen

Denn sie braucht sie nicht. Seit 2008 gilt Island laut Global Peace Index als das friedlichste Land weltweit und weist somit eine enorm niedrige Kriminalitätsrate auf. In der Regel trägt die Polizei nur Pfefferspray und Gummiknüppel bei sich. Für den Notfall wurde sie zwar im Umgang mit Schusswaffen geschult, doch die Bevölkerung fand es zu gefährlich, dass sie diese auch bei sich trägt. Weil die Polizei in Island so wenig zu tun hat, betreibt sie allerdings einen sehr beliebten InstagramKanal.

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5. Island hat ein Penis-Museum

Dieses befindet sich in der Hauptstadt Reykjavik und stellt über 280 Exemplare aus. Die Vielfalt der Ausstellungsstücke ist verblüffend: Vom Wal- bis zum Mauspenis ist alles dabei. Seit 2011 befindet sich auch ein menschlicher Penis unter den Exemplaren. Der kürzeste dort ausgestellte Penis gehört einem Hamster. Dieser ist zwei Millimeter klein. Der größte hingegen ist über eineinhalb Meter groß und gehört einem Pottwal.

6. Es gibt kein McDonald’s und kein Burger King

Wer auf seiner Reise durch Island Lust auf McDonald’s oder Burger King hat, der kann lange suchen. Seit 2009 gibt es auf der Insel keine McDonald’s Filiale mehr. Burger King schloss seine Türen sogar bereits ein Jahr früher. Der Grund: Es war zu teuer die Waren auf die Insel zu importieren. Aus historischen Gründen kaufte sich Hjörtur Smárason allerdings einen letzten Burger. Dieser liegt unter einer Glasglocke in einem Hostel und kann per Livestream beim Vergammeln beobachtet werden. Form und Farbe des Burgers haben sich bis heute kaum merklich verändert.

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7. Island hat eine Elfenbeauftragte

Zwar ist dies keine offizielle Berufsbezeichnung, doch Erla Stefánsdóttir gilt in Island als Elfenbeauftragte. Die hauptberufliche Klavierlehrerin fertige zu ihren Lebenszeiten Karten an, die verzeichneten, in welchen Regionen Elfen zu finden sind. Dadurch sollte vermieden werden, dass bei Bauvorhaben Elfenfamilien oder andere Fabelwesen gestört werden. Bis heute ist es in Island keine Seltenheit, dass Straßen zum Schutz der Elfen um Regionen herumgeleitet werden, in denen man Elfen vermutet.

8. Am 1. März ist Tag des Bieres

Denn Bier ist in Island erst seit 1989 erlaubt. Zwar durften seit 1934 Hopfengetränke mit einem Alkoholgehalt unter 2,25 Prozent verkauft und getrunken werden, doch erst seit dem 1. März 1989 ist auch stärkeres Bier zugelassen. Dieser Tag ging in die Geschichte ein. Deshalb feiern die Isländer jedes Jahr am 1. März den Tag des Bieres.

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Island – ein Land, das sowohl mit seiner Natur als auch mit außergewöhnlichen Geschichten und Ritualen überzeugt – ist definitiv eine Reise wert. Auch wenn bei Touristen die Landschaft Islands an erster Stelle steht, bleiben auch die Momente, in denen ein Kinderwagen mit einem Kind vor einem Café geparkt wurde oder die Polizei ohne jegliche Polizeiausrüstung durch die Straßen schlendert, in Erinnerung. Vielleicht erlebst auch du auf deiner Reise durch Island eine Situation, in der du an diese Fakten zurückdenken wirst.