Beitragsreihe: Nachhaltiger leben im eigenen Zuhause – Nachhaltigkeit in der Küche

Nachhaltigkeit und Umweltschutz – das sind die zentralen Begriffe dieser Beitragsreihe. Im ersten Artikel haben wir dir Tipps vorgestellt, mit denen du dein Verhalten und deinen Konsum im Badezimmer nachhaltiger gestalten kannst. Doch Nachhaltigkeit im eigenen Zuhause umfasst noch viel mehr als das Badezimmer. Auch in der Küche, besonders in Verbindung mit Lebensmitteln, ist es wichtig, den eigenen Konsum bewusst nachhaltiger zu gestalten. Heute zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, mit denen du deiner Küche mehr Nachhaltigkeit verleihst.

Abfall reduzieren

Einer der wichtigsten Schritte ist auch hier die Reduktion von Abfall. In deutschen Haushalten wandern im Jahr mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Dass diese Zahl viel zu hoch ist, ist offensichtlich. Besonders mit dem Wissen, dass die Reduktion von Abfällen in der Küche wirklich leicht ist. Lebensmittelreste sofort in den Müll zu werfen, ist dabei ein großer Fehler. Einige Reste, wie Kaffeesatz, Bananen- oder Eierschalen eignen sich perfekt als Dünger für Pflanzen. Andere Gemüsereste, darunter Zwiebel-, Karotten- oder Kartoffelschalen, können eingefroren und für eine eigene Gemüsebrühe gesammelt werden.

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Doch nicht nur Lebensmittel verursachen Müll in der Küche. Viele Produkte, die in der Küche verwendet werden, sind Wegwerfprodukte. Sie werden also nur einmal verwendet und dann weggeschmissen. Am einfachsten zu vermeiden sind Einmalfilter für Kaffee. Stattdessen ist der Kauf eines Kaffeefilters und Teesiebs aus Edelstahl sinnvoll. Diese sind wiederzuverwenden und hinterlassen keinen Müll. Auch Küchenrolle lässt sich leicht durch wiederverwendbare Tücher ersetzen.

Nachhaltig einkaufen

Viele Probleme in der Küche beginnen bereits beim Einkauf. Es ist wichtig schon hier auf unnötige Verpackungen und regionale Produkte zu achten. Dafür empfiehlt sich der Besuch eines Wochenmarkts. Dort sind die Lebensmittel regional und du kannst die Einkäufe in eigene Dosen und Beutel abfüllen. Ein Einkauf auf einem Wochenmarkt tut somit viel Gutes – er spart Verpackungen, Co2 und unterstützt die Händler aus der Heimat. Eine gute Alternative sind Unverpackt-Läden. Hier musst du deine eigene Verpackung mitbringen und befüllst diese mit Lebensmitteln aus dem Laden. Bezahlt wird am Ende nach Gewicht deiner Einkäufe, natürlich abzüglich des Gewichts deiner Verpackung. Auch in üblichen Supermärkten gibt es immer wieder Unverpackt-Ecken.

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Mahlzeiten planen

Ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Küche ist das Vorausplanen von Mahlzeiten. Es macht Sinn am Sonntagabend die Mahlzeiten für die kommende Woche zu planen. Tipp: Plane die Mahlzeiten danach, welche Lebensmittel du sowieso noch zuhause hast, um diese aufzubrauchen und später nicht wegwerfen zu müssen. Außerdem hilft dir die Planung der Mahlzeiten beim Einkaufen dabei, nur das zu kaufen, was du wirklich brauchst. Dadurch vermeidest du Spontankäufe und schonst zusätzlich deinen Geldbeutel.

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Energie und Wasser sparen

Am Ende ist es auch in der Küche wichtig, Energie und Wasser zu sparen. Moderne Öfen müssen beispielsweise nicht mehr vorgeheizt werden und Wasser für Nudeln etc. lässt sich effizienter und schneller im Wasserkocher kochen als auf dem Herd. Dadurch wird eine Menge Energie gespart. Auch Wasser sparen kann ziemlich leicht sein. Tipp: Fange das Wasser, welches du zum Abwaschen von Gemüse benötigst, in einem Topf auf und verwende es weiter, zum Beispiel zum Blumen gießen.

Auch in der Küche kann es somit leicht sein, durch kleine Veränderungen einen positiven Beitrag zugunsten der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu leisten. Mit einem bewussteren Konsum und ein wenig Motivation lässt sich viel Abfall vermeiden, Co2, Wasser und Energie sparen und sogar Dünger für Pflanzen finden.