Die Dosis machts – alltägliche Lebensmittel, die in Mengen gefährlich werden können

Ob morgens im Müsli oder beim Backen der Weihnachtsplätzchen. Wir umgeben uns mit Lebensmitteln, die wir als ungefährlich einschätzen. Doch alltäglichen Zutaten sind in Mengen nicht mehr ganz so harmlos für unseren Körper. Wir werfen einen Blick auf Essbares und stellen fest, dass „mehr ist immer besser“ nicht auf alle Nahrungsmittel zutrifft.

Zimt

Wer hätte das gedacht? Zimtsterne zur Weihnachtszeit essen ist zwar unbedenklich, jedoch steckt in diesem beliebten Gewürz tödliches Potenzial.

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Denn in den unscheinbar wirkenden , duftenden Zimtstangen ist der Stoff Cumarin enthalten. Dieser ist in größeren Mengen Leberschädigend. Außerdem ergaben Tierversuche, dass er krebserregend sein kann. Besonders kritisch ist der Cassia-Zimt. Mit 3000mg Cumarin pro Kg wird Erwachsenen mit etwa 60Kg Körpergewicht davon abgeraten mehr als 2 Gramm des Zimtes zu sich zu nehmen. Im allgemeinen gilt 0,1 mg pro Kg Körpergewicht am Tag als unbedenklich.

Muskatnuss

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Weiter geht es in der Kategorie Gewürze. Ebenfalls besonders zur Weihnachtszeit beliebt ist Muskatnuss. Ob als geschmackliches „I Tüpfelchen“ im Lebkuchen oder im Kartoffelpüree, von Muskatnuss sollte man nicht zu viel nehmen. Denn hier ist die Dosis besonders wichtig. Wirkt das etherische Öl Myristicin erregend, wenn man nur einen Hauch von Muskat in das Rezept einbaut, so kann eine halbe Muskatnuss bereits zum Tod eines Erwachsenen führen.

Bittermandeln

Anders als bei den vorherigen Lebensmitteln, lässt der Name hier vielleicht schon erahnen, dass Bittermandeln gefährlich sein können. Denn was bitter schmeckt, ist oft nicht ganz verdaubar. Landen die Nüsse im rohen Zustand im Magen, werden ihre Bestandteile teilweise in Blausäure umgewandelt. Ernsthafte Vergiftungen sind zwar selten, da hier wirklich eine bedeutende Menge zu sich genommen werden muss, damit die Bittermandeln schädlich werden können. Aber dennoch gilt; belasse es beim Naschen von einigen wenigen dieser Mandeln. Erwachsene sollten den Verzehr auf 50-60 Mandeln drosseln. Bei Kindern gilt ein geringerer Maßstab. Die Natur hat hier aber bereits vorgesorgt, indem sie den Geschmack „Bitter“ mit eingebaut hat. Der unangenehme Geschmack sollte bei den meisten dafür sorgen, dass die Dosis dieses Lebensmittel gering ausfällt.

Grüne Bohnen

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Auch die Grüne Bohne verrät mit ihrem bitteren Geschmack im Rohzustand, dass sie nicht ganz harmlos ist. Das giftige Lektin Phaseolin wird jedoch durch das Kochen zerstört und die Bohnen sind dadurch wieder harmlos. Den bitteren Geschmack verliert die Bohne ebenfalls, was sie zu einer leckeren Beilage macht.

Das bittere Ende

Abschließend lässt sich sagen, dass bitterer Geschmack meist auf Ungenießbarkeit hindeutet. Die Natur hat damit schon einen ersten Warnhinweis eingebaut. Es gilt im übrigen; die Menge machts und in geringen Dosen sind die meisten Nahrungsmittel unschädlich. Man kann es natürlich darauf ankommen lassen, aber wahrscheinlich niemand wird ein Bittermandel- Wettessen veranstalten. Dann greifen wir doch lieber zu den gebrannten, süßen Mandeln.