Beitragsreihe: Nachhaltiger leben im eigenen Zuhause – Nachhaltigkeit im Badezimmer

Kaum ein Thema ist aktuell so relevant und populär wie der Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Das führt dazu, dass Kunden von Unternehmen und Politikern immer mehr Engagement in diesen Bereichen erwarten. Doch was können wir selber tun, um unser Leben und unser Zuhause umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten? Wir zeigen dir verschiedene Einsteigertipps, wie du in deinem Badezimmer dazu beitragen kannst, der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Abfall reduzieren

Beauty-Produkte sind ein Milliardengeschäft. Leider produzieren sie beinahe ebenso viel Müll. Dabei ist es gar nicht schwer, Abfall im Beauty-Bereich zu reduzieren. Der wichtigste Schritt dabei ist der Verzicht auf Wegwerfprodukte, die nur einmal verwendet werden können. Greife stattdessen lieber auf plastikfreie Alternativen zurück. Wiederverwendbare Pads sind beispielsweise ein toller Ersatz für Wattepads und Abschminktücher. Sie reinigen mindestens genauso gut und können anschließend gewaschen und wiederverwendet werden. Solltest du aktuell ein Wattepad am Morgen und ein Abschminktuch am Abend verwenden, sparst du allein durch diese Veränderung 730 Pads beziehungsweise Tücher im Jahr.

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(Plastik-)Verpackungen reduzieren

Auch durch das Sparen an (Plastik-)Verpackungen kann überflüssiger Müll leicht vermieden werden. Viele Produkte gibt es mittlerweile unter anderem als Bambusalternative. Besonders beliebt sind Bambuszahnbürsten, deren Plastikgriff durch einen Bambusgriff ersetzt wird und deren Verpackung ebenfalls plastikfrei ist. Bambus wird häufig auch bei nachhaltigen Pads, Wattestäbchen, Taschentüchern oder Toilettenpapier verwendet. Der Rohstoff ist beliebt, da er nachwachsend und biologisch abbaubar ist und schneller wächst als Holz. So können Wälder erhalten bleiben.

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Neben der Bambusalternative werden viele Produkte auch als feste Varianten angeboten. So gibt es Shampoos, Körperpflege, Conditioner oder Seifen als feste Stücke ohne Plastikverpackung. Neben der umweltfreundlichen Verpackung bringen feste Produkte den Vorteil mit, dass sie meist ergiebiger sind als flüssige Produkte und die Haut weniger austrocknen, da sie rückfettend sind. Eine weitere Alternative zu Plastikverpackungen sind Produkte in Glasbehältern. Diese lassen sich optimal in Unverpackt-Läden neu auffüllen und sind somit deutlich umweltfreundlicher als einmalige Produkte in Plastikverpackungen.

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Inhaltsstoffe wie Mikroplastik vermeiden

Neben der Reduzierung von Abfall und dem Verzicht auf (Plastik-)Verpackungen sind auch die Inhaltsstoffe von Beauty-Produkten ein wichtiger Faktor in puncto Nachhaltigkeit. Besonders wichtig ist hier die Einschränkung von Produkten, in denen Mikroplastik enthalten ist. Dieses geht beim Auswaschen in das Abwasser über und kann dort negative Folgen für das Ökosystem haben, da Kläranlagen es nicht herausfiltern können. Mikroplastik befindet sich daher mittlerweile neben den Ozeanen und Böden auch im Grundwasser. Es ist allerdings nicht immer leicht zu erkennen, ob Produkte Mikroplastik enthalten, da nicht jeder Kunststoff als Mikroplastik angesehen wird. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du auf Naturkosmetik setzt. Zertifizierte Naturkosmetikmarken verzichten auf synthetische Farb- und Duftstoffe und Inhaltsstoffe auf Erdölbasis.

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Wasser sparen

Ein Badezimmer besteht zwar oft zu einem großen Teil, jedoch nicht ausschließlich, aus Beauty-Produkten. Auch abseits der Beauty-Szene gibt es Möglichkeiten, im Badezimmer umweltfreundlicher zu handeln. Wichtig ist besonders das Wassersparen. Unnötiger Wasserverbrauch entsteht vor allem durch das nebenbei Laufen lassen. Vermeiden kannst du das, in dem du zum Beispiel einen Zahnputzbecher nutzt, anstatt das Wasser laufen zu lassen. Es ist auch empfehlenswert, das Wasser auszustellen, während du deine Hände einseifst oder deine Haare shampoonierst. Währenddessen benötigst du kein fließendes Wasser und durch das Ausstellen können teilweise mehrere Liter an Wasser gespart werden.

Es zeigt sich: Umweltschutz und Nachhaltigkeit können durch einfache Tipps schnell im eigenen Badezimmer umgesetzt werden. Mit der Reduktion von Abfall und (Plastik-)Verpackungen, dem Vermeiden von Mikroplastik und dem Sparen von Wasser können Einsteiger ihrem Badezimmer mehr Nachhaltigkeit verleihen und zu einer umweltfreundlicheren Nutzung beitragen.