Satelliten und Sonden und ihre verschiedenen Arten und Funktionen

Die Begeisterung der Menschen für das Weltall reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits in der Antike spekulierte und interessierte man sich nachweislich für das Nicht-Irdische. So hielt beispielsweise schon der antike griechische Schriftsteller Plutarch seine ersten Gedanken zu Lebensformen jenseits der Erde in Werken wie „Das Mondgesicht“ fest, welches er im ersten Jahrhundert nach Christus fertig stellte.

Heutzutage ist es uns aufgrund der Technologie nun möglich, nicht mehr nur unseren eigenen Planeten, sondern auch den Bereich außerhalb des Orbits mit verschiedenen Arten von Sonden und Satelliten zu erkunden. Im Anschluss folgen zwei Beispiele für Raumflugkörper, die uns kleine Einblicke in die Tiefen des Alls erlauben.

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In diesem Beitrag wird zwischen zwei Arten von Raumflugkörpern mit verschiedenen Einsatzgebieten unterschieden. Zum einen sind das die Satelliten, die bekanntlich Himmelskörper wie unsere Erde umkreisen, den Orbit selbst jedoch nicht verlassen. Des weiteren gibt es noch die Sonden, die die Umlaufbahn unseres Heimatplaneten verlassen, wodurch wir in der Lage sind, andere Himmelskörper des Sonnensystems zu erforschen.

1. Satelliten

Funktion

Wie bereits erwähnt gelangen Satelliten in die Umlaufbahn der Erde und umkreisen diese von dort aus. Ihre grundlegende Aufgabe besteht darin, Daten und Signale zu erfassen und in überragender Geschwindigkeit zu übertragen. Bei den gesammelten Daten handelt es sich meistens um Informationen über die Atmosphäre. Außerdem werden Veränderungen der Landoberfläche beobachtet und untersucht.

Einige der Satelliten erhalten ihre Daten ausschließlich aus dem All, damit wir sie auf der Erde auswerten können. Andere wiederum nehmen Daten von bestimmten Punkten auf der Erde selbst auf, um diese beispielsweise für Navigationssysteme zu verwenden.

Der erste Satellit
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Sputnik, der erste Satellit, der den Weltraum erreichte, startete am 4. Oktober 1957 von Russland aus. Er bestand aus einer 83,6 Kilogramm schweren Blechkugel legiert mit Aluminium mit einem Durchmesser von 58 Zentimetern, ausgestattet mit vier schwenkbaren Antennenstäben. Erfolgreich in die Umlaufbahn des Planeten gelangt, umkreiste er ihn in nur 98 Minuten. Sein Aufgabenbereich war dabei nicht besonders umfangreich. Er übertrug lediglich einfache Signale in Form von Pieptönen an die Welt. Diese empfing man über einen Radiosender und hatten eigentlich keinen großartigen Zweck. Sie dienten lediglich zu Testzwecken.

Der Erfolg dieser Mission seitens der Sowjetunion brachte jedoch eine auf der ganzen Welt verbreitete Sorge mit sich: den sogenannten „Sputnikschock„. Der Welt wurde bewusst, dass die Sowjets nun in der Lage waren, jeden beliebigen Ort der Erde mit ihren Raketen zu erreichen, jetzt, wo sie es bis ins Weltall geschafft haben. Gleichzeitig löste der erfolgreiche Start des Satelliten den „Wettlauf ins All“ zwischen den Sowjets und den Amerikanern aus, wodurch die USA selbst damit begann, Raumflugkörper ins All zu befördern.

2. Sonden

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Funktion

Sonden, die ins All geschickt werden, haben eine ähnliche Funktion wie Satelliten. Nur, dass sie nicht in die Umlaufbahn geraten, sondern den Orbit verlassen und sich auf die Reise durch das Sonnensystem begeben. Auf ihrer Flugbahn halten sie Bilder der benachbarten Himmelskörper fest und sammeln ebenfalls Daten von ihnen. Dabei unterscheidet man zwischen Sonden, die sich durch die Schwerelosigkeit bewegen und jene, die die Oberfläche von Planeten oder Monden anpeilen.

Für erstere sind die beiden Zwillingssonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“ gute Beispiele. Diese wurden für die Erkundung der Grenze unseres Sonnensystems und des interstellaren Raumes entworfen und sind jetzt schon seit über 40 Jahren unterwegs.

Der interstellare Raum ist das sternfreie Gebiet in unserer Galaxie. Er wird durch die Hemisphäre der Sonne – der Bereich, in dem die Magnetfelder des Sternes noch wirksam sind – von unserem Sonnensystem getrennt.

Roboter auf dem Mars
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Zu der anderen Variante der Sonden zählen die mit Rädern ausgestatteten Fahrzeuge, die ferngesteuert werden. Einer dieser Fahrzeuge ist der Mars-RoverOpportunity„, der den Mars im Januar 2004 zusammen mit dem Rover „Spirit“ erreichte. Der Funkkontakt zu Spirit hielt jedoch nur etwa zwei Monate an.

Ursprünglich betrug die geplante Missionsdauer von den beiden Rovern circa drei Monate, Opportunity schaffte es jedoch, tatsächlich insgesamt 14 Jahre und 219 Tage durchzuhalten. Seine Mission endete damit, dass er einem Sandsturm ausgesetzt war und dadurch den Ruhezustand danach nicht wieder aufheben konnte. Einer der Ziele der beiden fahrenden Sonden war es, zu untersuchen, ob der Mars damals oder auch heute noch fähig sei, Leben zu beherbergen. Die Ergebnisse dieser Exploration deuten auf das Vorhandensein von fließendem Wasser vor Millionen von Jahren hin. Ein mögliches Leben auf dem damaligen Mars wird somit nun nicht mehr ausgeschlossen.


Bis jetzt scheinen unsere Aussichten auf die Entwicklung der Weltraumforschung und Raumfahrten recht vielversprechend, wenn man bedenkt, wozu die Menschen in der Vergangenheit bereits in der Lage waren. Durch den zunehmenden technischen Fortschritt, den die Wissenschaft genießen darf, scheint der erste Spaziergang des Menschen auf dem Mars nicht mehr ganz so weit hergeholt. Wir sind gespant, was uns in naher Zukunft erwartet!