7 winterliche Fakten

Der Winter – Die Jahreszeit, mit der das Jahr beginnt und gleichzeitig auch die, mit der es endet. Er ist vor allem in Mittel- und Osteuropa eisig kalt, doch genau so bewundernswert und schön. Außerdem bringt er einiges an Wissenswertes mit sich. Im Folgenden werden sieben Fakten über den Winter und seiner Kälte erläutert.

1. Der Winteranfang

Der astronomische Winteranfang beginnt jedes Jahr am 21. oder 22. Dezember. Dies hängt damit zusammen, dass sich der kalendarische Winteranfang nach den Tag der Wintersonnenwende richtet. An diesem Tag steht die Sonne auf der Nordhalbkugel am niedrigsten über dem Horizont. Deshalb ist er im Regelfall der kürzeste, die darauffolgende Nacht die längste im Jahr.

2. Ohne Schmutz kein Schnee

Bildquelle: Foto via pixabay

Dass Wasser in den Wolken kristallisiert und sich Schnee bilden kann, ist nur möglich, da sich kleinste Verschmutzungen wie Staubpartikel oder Bakterien in der Luft befinden. Dadurch gefrieren die Tropfen bei minus zwölf Grad Celsius und bilden sich zu Schneeflocken. Ohne diese Unreinheiten in der Luft würde das Wasser auch bei minus 40 Grad noch flüssig bleiben.

Doch wie kommt es, dass die Luft früher weitaus weniger schmutzig war, aber dennoch größerer Schneefall herrschte? Eine Erklärung kann folgende sein: Zwischen 1961 bis 1990 war die Luftverschmutzung so immens, dass sich die Sonneneinstrahlung durch Aerosole in der Luft um schätzungsweise vier Prozent verringert hat. Heute sorgen verschiedenste Filter dafür, dass weniger dieser Rußpartikel in der Luft herumschwirren. Aus diesem Grund intensiviert sich die Sonneneinstrahlung auf der Erde wieder und ist somit – zusammen mit der globalen Erwärmung – Schuld an den heutzutage vergleichsweise milden Wintern.

Das Sonnenlicht strahlt also durch die Atmosphäre und trifft auf die Erde. Die Strahlen werden zwar reflektiert, doch die Treibhausgase innerhalb der Atmosphäre, die einen großen Teil zum Klimawandel beitragen, sammeln sich dort seit Beginn der Industrialisierung an und sorgen dafür, dass die reflektierte Wärme nicht entweichen kann. Der Gefrierpunkt wird dadurch weitaus seltener unterschritten.

3. Wie Fische den Frost überstehen

Ob Fische über den Winter zusammen mit dem See einfrieren und im Frühjahr wieder auftauchen? Wohl kaum. In Seen gefriert in den meisten Fällen nur die Wasseroberfläche, lediglich kleinere Teiche frieren komplett zu. Die Fische begeben sich zum Grund, da die Wassertemperatur dort immer mindestens plus vier Grad Celsius beträgt. Bei diesen Temperaturen ist die Dichte des Wassers am höchsten, wodurch es sich aufgrund des Gewichts am Boden ansammelt.

Ist die Oberfläche jedoch zu lange vereist, drohen die Fische zu „ersticken“. Die Sauerstoffzufuhr zwischen Umgebungsluft und Wasseroberfläche wird durch das Eis gekappt und Wasserpflanzen sind nicht in der Lage, langfristig genug Sauerstoff zum Überleben zu produzieren.

Hat man einen Gartenteich, bietet es sich an, Gegenstände wie Gummibälle oder Holzblöcke mit heißem Wasser zu übergießen und ie auf das Eis zu legen, um die Fische eines zugefrorenen Teiches weiterhin mit Sauerstoff zu versorgen. Die dadurch entstehenden Löcher ermöglichen es den Fischen, wieder an Sauerstoff zu gelangen. Zusätzlich kann dem Loch im Eis Wasser entnommen werden, um einen Hohlraum zu erzeugen, der ein erneutes Einfrieren hinauszögert.

4. Wind verstärkt die Kälte

Bildquelle: Foto via unsplash

Durch Wind wird die Luft spürbar kälter. Die wärmere Luftschicht, die unseren Körper durch die Körpertemperatur umgibt, wird durch Windböen verweht. Dadurch fühlt sich die Luft auf der Haut kühler an, obwohl die eigentliche Außentemperatur gleich bleibt.

5. Frauen frieren schneller als Männer

Frauen sind an kalten Tagen oftmals wärmebedürftiger als Männer. Eine der Gründe dafür sind, dass Männer eine dickere Oberhaut haben. Die dünnere Haut der Frauen lässt die Gefäße bei Kälte schneller verengen, wodurch weniger Blut durch sie fließen kann. Das Frieren lässt somit nicht lange auf sich warten.

6. Winter im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert hatten die Menschen keine Möglichkeit, ihre Häuser mit Heizungen oder Heizöfen warm zu halten. Deshalb war es in Winternächten nicht unüblich, mehrere Lagen Decken auf das Bett zu schichten und es mit Metall- oder Keramikbehältern, die mit heißen Kohlen gefüllt waren, vorzuwärmen.

Meist war die Küche aufgrund der eisernen Kochplatten, die im Laufe des 19. Jahrhunderts immer beliebter wurden, der wärmste Ort des Hauses. Die Herdplatten strahlten weitaus mehr Wärme aus als ein offenes Feuer zum Kochen. Nicht selten brannte das Feuer in besonders kalten Zeiten sogar den ganzen Tag lang.

7. Essig gegen vereiste Scheiben

Bildquelle: Foto via pixabay

Eine vereiste Scheibe vom Auto, die Morgens erst noch freigekratzt werden muss, ist meist sehr ungünstig und vor allem dann ärgerlich, wenn man sich auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule sowieso schon beeilen muss. Dies schnell und einfach zu vermeiden geht so: Eine Wasser-Essig-Lösung wird im Verhältnis drei zu eins in einer Sprühdose vermischt. Wird diese Lösung vor Anbruch der Nacht auf die Scheiben gesprüht, verhindert der Essig eine Vereisung auf den Fensterscheiben.


Der Winter ist eine Jahreszeit, auf die sich viele der Leute wegen der Kälte und der Glätte eher weniger freuen. Ist er jedoch vorbei, ergeht es den meisten so, dass dieser ganz schnell wieder vermisst wird. Für viele ist es die Saison, in der man es sich mit seiner Familie und seinen Freunden warm und gemütlich macht. Zumindest bietet sie eine gute Gelegenheit, sich entspannt auszuruhen und sich schonmal auf die anstehenden Aufgaben im nächsten Jahr einzustellen.